Die Weiterbildung eignet sich zur Ergänzung und Vertiefung anderer Therapiemethoden. Sie richtet sich besonders an im psychosozialen Bereich tätige Berater und Therapeuten, Heilpraktiker und alle die im Besitz einer heilkundlichen psychotherapeutischen Erlaubnis sind oder sie anstreben. Diese sieben Themenbereiche ergeben eine fundierte Einführung in die Astrologie und eine Basis für Anwendungen im Beratungsbereich. Eigenverantwortliche Beratungen in allen wichtigen Lebensthemen (Persönlichkeitsstruktur, berufliche Entfaltung, Wechselwirkung in der Partnerschaft, Entwicklungskrisen etc.) sind dann möglich. Die Ausbildung ist modular aufgebaut.
Modul 1: Grundlagen der Astrologie und Beratungstechnik
- Grundkurs: Einführung in die Astrologische Psychologie
Geschichte der Astrologie, Wissenschaft und Astrologie, Grundlagen: Fünf Ebenen des Horoskopes: Häuser, Zeichen, Planeten, Aspekte, inneres Selbst - Deutungsgrundlagen und Deutungsregeln
Das Aspektbild – graphische Karte der Persönlichkeit, Aspektfiguren – Darstellung von Konflikten und Talenten, Stark- und Schwachstellung von Planeten - Persönlichkeit und Charakterstruktur im Horoskop
Die drei Hauptplaneten Sonne, Mond, Saturn. Die dreifache Ich-Struktur: Wachstum, Kontakt, Sicherheit, das Ich (Leistung und Funktionieren) und das Selbst (Erleben und Anteilnahme)
Modul 2: Hauptinhalte in der astrologischen Beratung–Beruf, Partnerschaft, Zukunft
- Intelligenz, Begabung und Beruf im Horoskop
Das Horoskop zeigt Intelligenzstrukturen und Begabungsanlagen in einzigartiger Klarheit auf und damit Fähigkeitenentfaltung, Berufswahl und Berufung des Einzelnen, auch Konflikte und Bewältigung in der Schule sind thematisiert - Beziehung und Partnerschaft im Horoskop
Die vier Ebenen der Wechselwirkung in der Beziehung:
1.Saturn–Sicherheit/Ökonomie
2.Mars+Venus: Erotik
3.Mond+Neptun: Liebe
4.Sonne–Gelten und Gelten-Lassen - Die vier Spiegel: Alterspunkt, Transite, Solare und Progressionen
Alterspunkt, Transite, Solarhoroskop und Progression sind vier »Spiegel«, die die Entwicklungsschübe im Lebensverlauf, d.h. die Themen der Entwicklung des Einzelnen anzeigen, eine persönliche Entwicklungspsychologie lässt sich darstellen
- Die drei geistigen Planeten: Uranus, Neptun und Pluto
Entdeckungsgeschichte und Mythologie der neuen Planeten. Weitere neue Planeten (Sedna,Eris etc.). Die neuen Planeten als Vertreter zentraler Menschheitsideale: Uranus–Wissenschaft und Wahrheit.
Neptun–Menschenliebe, soziale Gerechtigkeit, Empathie (wortloses Verstehen) - Karmische Astrologie–Reinkarnationsbetrachtungen im Rahmen der Astrologie
Kompass der Evolution: das System der Mondknoten. Vom Mondknotenhoroskop (MKH)zum Radix-Horoskop (RH). Das MKH als Summe früherer Erfahrungen und Muster, das Karma-Klick-Horoskop (Vergleich MKH und RH) als Spiegel der primären Entwicklungsforderungen- und -schwierigkeiten - Das Häuser-Horoskop und die Wechselwirkung mit der Kultur
Das sog. Häuser-Horoskop (das vom Häuserkreis aus misst statt vom Tierkreis) spiegelt unsere Wechselwirkung mit den Lern- und Einflussmöglichkeiten, die die Kultur, die uns umgibt, uns zur Verfügung stellt. Dazu gehört vor allem das Wissen um Therapie und Lernprozesse, die uns helfen unsere Konflikte zu lösen.
Modul 4: Tiefenpsychologisch-psychotherapeutische Themen in der Astrologie I
- Medizinische Astrologie:
Tierkreis und Krankheitsdispositionen, die Planeten als Quellen psychosomatischer Krankheiten. Planeten–Chakren–endokrine Drüsen (Huber-Gichtl-System) als Entsprechungssystem. Szondis Entsprechungssystem zu den Achsen: manisch- depressiv, paranoid-kataton, hysteroid-epileptoide Reaktionen - Psychosomatik im Horoskop:
Die moderne Psychosomatik kann den wesentlichen psychisch bedingten Erkrankungen eine Psychodynamik, d.h. einen unbewussten Grundkonflikt zuordnen, der der Erkrankung zugrunde liegt. Diese Konfliktkonstellationen lassen sich den Planeten zuordnen, so dass der Konflikt im Horoskop erkannt werden kann. So lassen sich aus dem Horoskop auch Lösungs- und Entwicklungsmöglichkeiten ableiten, sowohl für Somatisierungsstörungen (Reizdarm, Reizmagen, Kopfschmerzen etc.) als auch für Psychosomatosen (Asthma, Rheuma, Neurodermitis etc.) - Angststörungen und Zwang im Horoskop
Schmerz und Angst als Urphänomene, Entgleisung und Verschiebung der Angst. Angstneurose, Panikstörungen, Phobien ( Tierphobien, Höhenphobie, Klaustro- u. Agoraphobie, soziale Phobien etc.). Zwang als extremer Bewältigungs- und Kontrollversuch von Angst. Das Angstkonzept im Horoskop: exponierte Planeten als Gefahrenstellen. Definition von exponierten Planeten (besondere Schwach- oder Starkstellungen).
- Depression und Sucht im Horoskop:
Sucht und Depression zählen zu den sog. »oralen Erkrankungen« (Kuiper nach Freud). IhrePsychodynamik ist ähnlich: in der Sucht kommen die fast nicht stillbaren Urbedürfnisse nach »primärer Liebe« zum Ausdruck, Depression bedeutet den Versuch, nichts zu brauchen. Beides lässt sich im Horoskop wieder in die Planetensprache übersetzen, karmisch verankern und nach Lösungswegen suchen. - Sexualität und Geschlechtsrolle im Horoskop
Die psychosexuelle Entwicklung des Menschen (oral, anal, ödipal) und die Entwicklung einer Geschlechtsidentität, Hetero- und Homosexualität. Was ist eine Perversion? Bindung, Beziehung und Sexualität. Psychosexuelle Konzepte in der Planetensprache. Was sagt das Horoskop zu Sexualstörungen (Impotenz, Frigidität, Perversion)? - Hysterie und dissoziative Störungen im Horoskop
1. Die zentralen Selbstwertkonflikte/narzißtischen Konflikte werden somatisiert und in körperlichen Störungen (Schmerzen, Lähmungen etc.) ausgedrückt oder in »Inszenierungen« (ich bin nicht ich, sondern die Zarentochter Anastasia) eines besonders bunten, aufregenden Lebens.
2. Fließend ist der Übergang zu »dissoziativen Störungen«, wo verschiedene Ich-Zustände miteinander in Wettstreit liegen (multiple Persönlichkeit). Dies hat mit der Abwehr traumatischer Erfahrungen zu tun. Selbstwertkonflikte und traumatische Konflikte im Horoskop in der Planetensprache.
- Supervision:
Wie baue ich eine Horoskopberatung auf, wie bereite ich mich vor. Einstieg mit dem Alterspunkt (aktuelle Thematik), oder mit dem schwierigsten Punkt (Konflikt) oder den Begabungen (stützender Zugang) etc. Themenreihenfolge in der Besprechung. Reaktion auf Krisensituationen in der Besprechung etc. Diskussion von Tonaufnahmen von Beratungen. - Astronomie für Astrologen
Grundlagenwissen für Astrologen: Was ist Zeit, was Ortszeit, Sonnenzeit, Zonenzeit? Was ist siderischer und tropischer Tierkreis? Was sind Galaktisches Zentrum und Frühlingspunkt? Koordinatensysteme auf der Erde und auf der Himmelskugel. Was sind Planetoiden/Asteroiden und ihre Bedeutung im Horoskop? Was ist ein Häusersystem, was Koch- und Placidus-Häusersysteme? - Mythologie für Astrologen
Die griechischen/römischen Götter im Horoskop. Die mythologische Definition von Planeten. Mythologie als Hilfe bei der Beratung. Mythologische Bezüge als Versinnbildlichungen und Deutungshilfen. Männliche und weibliche Götter im Horoskop. Das Zeus-Hera und das Aphrodite-Ares-System. Hermes und Apollon und die Suche nach kreativen Lösungen.
Die Wochenenden können bei entsprechendem Vorwissen auch einzeln besucht werden. Anmeldung ist wichtig.
Beginn im Herbst 2009 mit drei Wochenenden (Modul 1)
17./18. Oktober 2009, 14./15. November 2009, 5./6. Dezember 2009
Der Ausbildungszyklus findet in Kooperation mit dem Zentrum für Naturheilkunde (www.zfn.de) statt in den Räumen in der Hirtenstr.26 (Nähe Hauptbahnhof).






